Kundenservice im Caesars Palace, oder wie man die Lust auf USA verliert.....


 

11.0 Mai 2009

 

 

 

Frühstück gibt es bei Starbucks auf dem Strip, dort können wir auch ins Internet, das CP will ja 14 Dollar pro Tag.

 

 

Ich rufe Dörte an, bei Ihr wollen wir den Online-check-in für unsere morgigen Flüge machen.

 

Wir freuen uns, Dörte wiederzusehen, quatschen ein bisschen und dann mache ich mich an den Check-In. Aber das geht nicht so wie ich will, der Flug von LV nach Denver mit United klappt, aber der Anschlussflug nach Frankfurt nicht. Dörte ruft bei LH an, die wissen auch nicht, warum es nicht geht, auf jeden Fall müssen wir jetzt warten, bis 24 Stunden vor dem LH-Flug von DEN nach FRA. Ich bin schon ziemlich genervt, es fällt mir so alles ein, was in dem Urlaub nicht funktioniert hat.....

 

 

Wir verabschieden uns von Dörte und fahren ins Outlet. So richtig Spass macht es nicht, aber trotzdem kommen wir ziemlich bepackt aus dem Hilfiger-Shop raus.


Dann wieder zu Dörte, es ist 24 Stunden vor dem Flug. Ich versuche erneut den Check-In. Da will Lufthansa unsere Pass-Daten – und wo liegt der Pass? In der Reisetasche im CP. Mir steigen langsam die Tränen auf. Zum Glück ist es nicht so weit und in 15 Minuten stehen wir auf dem Parkdeck des CP. Dieter bleibt im Auto, ich renne durchs Casino bis zum Fahrstuhl, rein und rauf. Stecke die Keycard in den Schlitz und – Ihr ahnt es sicher schon – die Tür geht nicht auf. Ich also wieder runter, durch das Casino an die Rezeption.  Die Keycard wird neu codiert, ich wieder ......

 

Stehe vor der Tür, Keycard rein – nix geht. Da kommt ein Security Typ den Gang entlang, dem ich dann mein Leid klage. Ob er mir die Türe öffnen könne, damit ich die Pässe raushole.

 

Können tut er schon, aber tun wird er es nicht – seine Antwort.

 

Ich also wieder runter an die Rezeption, der freundliche Herr meint, dass vermutlich die Batterie an der Tür leer sei, er würde mir gleich jemanden schicken. Wieder rauf und warten. Niemand kommt. Endlich erscheint ein Zimmermädchen, bei ihr versuche ich es wieder: ob sie mir wohl das Zimmer öffnen kann. Und sie kann! Ich bedanke mich und setze mich erst mal heulend vor Wut aufs Bett. Mittlerweile ist fast eine Stunde vergangen. Als ich mit den Pässen endlich auf dem Packdeck ankomme, ist Dieter fast geschmolzen.

 

Wir fahren wieder zu Dörte, machen den Check-In und wollen die Boardkarten ausdrucken, aber das Papier reicht nicht. Dörte ist so lieb und wird neues besorgen. Ich bin nur mehr am Heulen und keiner versteht mich.

 

 

Wir beschliessen unser letztes Dinner in USA beim Outback in der Nähe des Airports zu geniessen. Wobei von geniessen ja nicht die Rede sein kann. Aber das Steak hat einigermassen geschmeckt und letztendlich können wir bei Dörte unsere Bordkarten abholen.

 

 

Zurück im CP stellen wir fest, dass unsere Keycard immer noch nicht die Türe öffnen kann. Ich bin bereit einen Mord zu begehen, als ich wieder an die Rezeption renne. Dort sagt man mir, dass die Batterie ausgetauscht wurde, aber die Card neu codiert werden muss.

 

 

Ziemlich schweigend packen wir die Reisetasche, ich tausche die Handtasche gegen meinen Reiserucksack, und gehen danach zu Bett. Was für ein Tag.

 

 

Ich habe Depressionen und meine Lust auf künftige USA-Reisen liegt bei unter Null. Was kann eigentlich jetzt noch passieren?