Gabymarie`s Homepage
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Mein Frauchen weint.
  Herrchen weint auch.

Und ich weiss eigentlich nicht so recht, was mit mir passiert ist. Ich bin jetzt auf einer schoenen Wiese, Flori hat mich an einem Tor abgeholt, in seine Pfoetchen genommen und er war ganz lieb zu mir. Er hat mich seinen Freunden vorgestellt: der huebsche Bazie, dem Rotschopf Purzel, Lacky, Mickey, Woody und Whisky, Mowgli und noch vielen anderen. Das war ja ganz nett, aber wo sind Robili, Foxi und meine Dosenoeffner?

An die Zeit bei meinen ersten Besitzern kann ich mich eigentlich gar nicht mehr erinnern, sie waren ploetzlich weg und ich war ganz alleine. Es war Winter, kalt und ich hatte Hunger. Im Sommer davor sass ich auf einer Mauer und eine Frau kam, die mich knuddelte und mich so lieb fand. Ich wusste, wo sie wohnte und rannte auf die Terrasse ihres Hauses. Am Tag des schlimmen Tsumamis hat sie mich in ihr Haus gelassen und ich konnte mich satt essen. Aber behalten wollte sie mich nicht, schliesslich waren da noch drei andere Fellnasen. Aber so leicht habe ich mich nicht abschuetteln lassen. Die weitere Geschichte kennt ihr ja - ich durfte bleiben.

Ich hatte so eine schoene Zeit, sogar nach Floris Tod, als Frauchen boese auf mich war. Herrchen hat mich immer ganz toll geliebt und ich weiss, dass auch Frauchen mich in ihr Herz geschlossen hatte. Sie wollte es nur nicht so zeigen.

Ploetzlich, im Sommer 2007 ging es mir nicht mehr so gut, ich hatte Zahnschmerzen, wollte nicht mehr essen. Mein Personal hat viel mitgemacht ihn dieser Zeit, aber sie haben sich so sehr um mich gekuemmert und der neue Tierarzt hat ja auch eine Loesung fuer mein Problem gefunden. So sah es jedenfalls aus, obwohl immer die Diagnose “Immunschwaeche” ueber mir schwebte.
Ich musste doch gesund sein, wenn Gaby und Dieter Ende Maerz 2008 nach USA fliegen, Omi-Berti sollte keine Sorgen mit mir haben. Und ich war auch ganz brav. Sie hat mich doch so in ihr Herz geschlossen. Als sie mich versorgt hat von April bis Mai habe ich auch ganz brav gegessen, vier Schaelchen am Tag, nur zugenommen hab ich nicht. Als Frauchen und Herrchen zurueck kamen hab ich auch noch gefuttert. Dann wurde ich entwurmt, weil ich doch geimpft werden sollte. Im November war ich negativ auf alle Katzenkrankheiten getestet worden, also sollte die Impfung mich beschuetzen. Zwei Wochen nach der Impfung stellte Herrchen fest, dass mein Appetit rapide abgenommen hat, genau wie mein Gewicht. Sie haben mir so viele verschiedene Futtersorten angeboten, aber ich mochte einfach nicht mehr essen. Frauchen sagte, dass ich so ungluecklich aussehe, damit hatte sie recht, ich fuehlte mich so elend.
Es wurde beschlossen, dass wir zum Doc muessen, da ich das aber nicht wollte, hab ich schnell was runtergewuergt. Wieder ein Tag gewonnen. Dann war Wochenende, aber ich habe mir wohl nichts Gutes getan, ich wurde immer schlapper. Montag ging`s zum Doc, dort bekam ich Spritzen, wurden an einen Tropf gehangen und sollte am Mittwoch wiederkommen. Eigentlich sollten die Spritzen dafuer sorgen, dass ich wieder fresse, aber ich mochte einfach nicht. Am Mittwoch die gleiche Prozedur, aber ich wusste, dass es nichts helfen wuerde.
Frauchen und Herrchen haben wirklich alles versucht, mit Staerkungsmittel mich fit zu machen. Abends habe ich mich ins Buero geschleppt, dort gab es ein schoenes, stilles Plaetzchen fuer mich. Am Donnerstagmorgen hat Herrchen mich dann gesucht und nach unten getragen, laufen konnte ich nicht mehr. Ich war einfach zu schwach. Wir sind wieder zum Doc gefahren und was der dann so gesagt hat, habe ich nicht verstanden. Nur ploetzlich haben Frauchen und Herrchen angefangen zu weinen. Frauchen hat mein Koepfchen in die Haende genommen und ich spuerte einen Stich. Dann weiss ich nichts mehr.
Ploetzlich war ich an einem grossen Tor und da war auch ein Regenbogen. Flori kam angelaufen und nahm mich in seine Pfoetchen. Das hat mich dann schon gewundet, denn frueher konnte er mich ja nicht so gut leiden. Aber jetzt war er so lieb zu mir. Irgendwie kam mir das schon komisch vor. Und dann sah ich Frauchen und Herrchen wie sie weinend einen Karton in den Garten trugen. Ein grosses Loch wurde ausgehoben, der Karton kam rein, Frauchen streute Rosenblaetter darueber und Herrchen schippte traurig Erde drauf.
Ich sprang hin und her um ihnen zu zeigen, dass es mir wieder gut ging, aber sie haben es einfach nicht gesehen. Schliesslich habe ich begriffen, dass ich in einer anderen Welt gelandet war, in einer sehr schoenen zwar, aber weit weg von Herrchen und Frauchen. Sie waren so unendlich traurig und ich konnte sie nicht troesten. Flori kam und sagte mir, dass sie im Moment einfach nur traurig sind, dass sie aber wissen, dass ich gut aufgehoben bin auf der Regenbogenwiese und dass ich jetzt keine Schmerzen mehr habe.

Frauchen hat gesagt, dass ich jetzt ein kleiner Stern bin, genau wie Flori und die Freunde, dass wir auf unsere Familie herunterschauen und sie beschuetzen. Ein helles Kerzerl brennt auf der Erde fuer uns Samtpfoten und ich weiss, dass wir unvergessen sind.

Ich hoffe, dass Frauchen und Herrchen irgendwann nicht mehr so traurig sind, es geht mir doch jetzt wieder gut und ich habe so viele liebe Freunde gefunden.

Pfötchen

19. Juni 2008

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21. Juni 2008

Puschel in Heaven

von Doris fuer Puschel

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mein letztes Foto mit Herrchen am 10. Juni 2008

katze weiter02

zu Flori und Puschels Freunden im Regenbogenland

Flori und Puschels Gästebuch