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Der Yoshua Tree Nationalpark ist 285.000 Hektar gross und obwohl er auf den ersten Blick ziemlich tot aussieht, ist das bei naeherer Betrachtung ganz und gar nicht so. Die Landschaft ist durch ploetzliche, wolkenbruchartige Regenguesse geformt. Meist sind die Flussbetten aber ausgetrocknet und Oasen gibt es nur wenige. Zwei Wuesten kommen im Yoshua Tree NP zusammen: die Colorado Wueste dehnt sich ueber die oestliche Haelfte des Parks aus, die hoehere gelegene Mohave Wueste in der westlichen Haelfte des Parks ist das eigentliche Wachstumsgebiet des Parks. Einige der interessantesten geologischen Landschaften finden sich im Park. Die schroffen Berge und blossgelegten Granitmonolithen zeugen von ungeahnten Erdkraeften. In den fruchtbaren Zeiten lebte hier der Pinto-Mensch, der zu den fruehesten Bewohners des Suedwestens gerechnet wird, als Jaeger und Sammler entlang der Fluesse. Spaeter kamen Indianer dazu, welche Felsenzeichnungen und Toepfe hinterlassen haben. Im 19. Jahrhundert kamen Forscher, Viehzuechter und Goldgraeber, sie bauten Daemme und gruben nach Gold. In den Dreissigerjahren kamen Siedler auf der Suche nach freiem Grund und Boden.

Heute sind Parkranger dazu da, den Touristen einen angenehmen und sicheren Aufenthalt zu garantieren. Neun Campingplaetze mit Tischen, Feuerstellen und Toiletten stehen zur Verfuegung, ausserdem mehrere Picknickplaetze zur Benutzung am Tage. Wir sind ueber das OASIS Visitor Center in den Park eingefahren, haben den Arch, Cholla Cactus Garden, die Jumbo Rocks, Hidden Valley und den Barker Dam besucht. Der Barker Dam wurde um die Jahrhundertwende gebaut und diente zur Wasserversorgung fuer Viehzucht - kann man sich gar nicht vorstellen! und Bergbau. Heute bildet der Damm ein Reservoir fuer Regenwasser, das die Tierwelt des Parks benutzt. Von dem 1576 m hoch gelegenem Key`s Aussichtspunkt hat man eine hervorragende Sicht ueber Taeler, Berge und die Wuestenlandschaft.
Es gibt ueberall self-guiding nature trails, was bedeutet, dass man sich vor Antritt der Wanderung Unterlagen aus einem Kaestchen nimmt und sich eigenstaendig durch die Natur bewegt.
Verlassen haben wir den Park ueber die West Entrance Station, mit vielen Eindruecken, durstiger Kehle und der Erkenntnis, dass die Wueste doch lebt
.

Cholla Cactus Garden

links noch ein schoener Joshua Tree, recht Gaby mit Arch (Bogen!)

5. Tag
24. Mai 2003

Wieder ging es morgens frueh los ueber den Highway 95 in Richtung Needles. Kilometerweit nichts aus Wueste und schroffe Berge - und was kam uns staendig entgegen: grosse Ami-Vans mit BOOTEN. Ihr habt richtig gelesen - Boote! Die Erklaerung fand sich dann in Needles - die Leute wollten oder kamen vom Colorado-River. In Needles sollte man bitteschoen nicht tanken, zum einen wegen der vielen Autos mit den Booten, welche die ganze Tankanlage lahmlegen, zum anderen wegen der enormen Spritpreise. Wenige Kilometer weiter an der Interstate 40 tankt man wieder zu normalen Preisen.
Von Yucca Valley nach
FLAGSTAFF sind es ca. 400 Meilen.

Kurz hinter Needles ueberquerten wir die Staatsgrenze nach ARIZONA.

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