Gabymarie`s Homepage

06. bis 07. April 2005

Grand Canyon

Nachdem uns das freundliche Zimmermaedchen im Luxor bereits um 08.00 Uhr morgens zu verstehen gab, dass wir nicht mehr erwuenscht sind, haben wir uns umgehend auf den Weg zum Grand Canyon gemacht. Wie befuerchtet, haben wir auch diesmal nicht so ganz einfach den Weg nach Boulder City gefunden. Es wird um LV einfach zu viel gebaut. Allerdings dauerte es nicht so lange wie im Vorjahr. Wir besuchten kurz den Hoover Dam um dahinter Neuland bzw. Arizona zu betreten. Einen Bericht ueber den Hoover Dam findet Ihr hier.

Die 93 nach Kingman ist nicht besonders spektakulaer, wenn man von den tausenden von bunten Schmetterlingen absieht, die sich in selbstmoerderischer Absicht vor unsere Goldie geschmissen haben. Noch nie habe ich so viele Schmetterlinge gesehen, sie waren ueberall und das kilometerweit. Goldies Motorhaube war ueber und ueber mit den armen Geschoepfen gepflastert. Links am Fusse der Bergkette und auch rechts sahen wir unzaehlige Siedlungen in der Ferne und haetten gerne gewusst, wovon die Menschen dort leben??

In Kingman sind wir auf die 40 bis Williams. Dies ist ein nettes, historisches Staedtchen, Heimat der Grand Canyon Railway. Es liegt ca. 60 Miles suedlich des Grand Canyon Villages. Nachdem wir kurz auf der historischen Route 66 gewandelt waren, setzten wir unsere Fahrt gegen Norden fort. Die Strasse fuehrt teilweise durch Wald, aber auch Wiesen mit Rinderherden sind zu sehen. Wir koennten uns vorstellen, dass gegen Abend auch einige Elks oder deren Verwandte die Fahrt gefaehrlich werden lassen.

Gebucht hatten wir schon recht frueh im Best Western Grand Canyon Squire Inn und das war auch gut so. Wer das Hotel kennt, weiss, dass es ein Haupthaus und diverse Nebengebaeude gibt. Die Parkplaetze waren voll und beim Fruehstueck war es ganz schoen schwierig einen Tisch zu bekommen. Trotzdem koennen wir das Haus uneingeschraenkt empfehlen, die Zimmer sind sauber und gross, das Fruehstuecksbuffett kann sich sehen lassen. Auf die Angestellten sind hilfsbereit und freundliche. Fuer die beiden Naechte haben wir ueber Expedia 122 Euro bezahlt. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass es sich dabei um einen Buchungsfehler zu unseren Gunsten handelte, denn am Tage nach unserer Buchung gab es nur mehr Zimmer fuer 120 Euro pro Nacht!!

Nachdem wir unsere Koffer verstaut hatten, sind wir gleich zum Grand Canyon gefahren, es sind ja nur mehr wenige Meilen. Auf dem Weg vom Parkplatz zur Canyon View Information Plaza sahen wir mehrere Menschen mit Kameras ins Gebuesch starren und erkannten dort eine ganze Deer-Herde. Bis ich allerdings meine Camera zum Einsatz brachte, hatten sich die meisten Deers schon in Richtung Dickicht verabschiedet. Mit dem Shuttle (verkehrt ab 1. Maerz) sind wir auf Empfehlung  des Drivers zum Yaki Point gefahren um dort den Sonnenuntergang zu erleben. Als wir dort ankamen, waren die Temperaturen angenehm fuer T-Shirts, sobald sich aber die Sonne senkte, war es Zeit fuer Windjacken. Es war unser erster Sonnenuntergang am Grand Canyon und wir teilten ihn mit nur einem anderen Ehepaar. Es war herrlich. Eine viertel Stunde nach Sonnenuntergang hoerten wir den Bus kommen, der uns zurueck zum Besucherzentrum bzw. Mather Point Parkplatz gebracht hat.

Gefahren sind wir an diesem Tag ungefaehr 360 Miles und brauchten dafuer mit diversen Unterbrechungen 8 1/2 Stunden.

Nach einem kleinen Dinner und dem obligatorischen Blick in den Weather Channel fielen wir muede ins Bett.

Da wir bei der Einfahrt in den National Park grosszuegig sagten, dass es nicht unser erster Besuch sei, bekamen wir auch keinen “Guide”. Den haben wir uns beim Busfahrer dann aber holen koennen, er ist sehr hilfreich und es gibt ihn auch in Deutsch. Alles Wichtige steht drinnen, Infos ueber den Park, Sonnauf- und Untergangszeiten, Wanderwege etc. Vor Antritt der Reise hatten wir uns einen Nationalpark Pass besorgt, so dass uns nun (fast) alle Parks ohne Gebuehren offen standen.

Die Temperatur sollte laut Guide im April durchschnittlich 15 Grad betragen, wir fanden herrliche 22 Grad und kaum Wind vor!

Am zweiten Tag hatten wir uns eine Wandung hinunter in den Canyon vorgenommen. Da wir leider konditionsmaessig eher unterdurchschnittlich begabt  sind, haben wir uns den Bright Angel Trail bis zum ersten Resthouse ausgesucht, das sind 1 1/2 Miles. Dass wir dort nicht alleine waren, kann sich jeder denken, aber es war nicht so, dass man sich auf die Fuesse getreten ist. Allerdings fragten wir uns schon, wie es wohl in der Hauptsaison dort aussehen koennte. Ich wollte unbedingt eine Maultiergruppe sehen und wurde nicht enttaeuscht. Wir haben ganz schoen geschwitzt auf dieser Tour, waren aber sehr stolz, unser Ziel erreicht zu haben. Am spaeten Nachmittag sind wir mit dem Shuttle nach Hermits Rest gefahren und teilweise auch am Rim entlang gelaufen um uns dieses herrliche Naturspektakel anzusehen. Was uns auffiel, der Colorado hatte eine ganz schmutzig braune Farbe, bedingt durch die heftigen Regenfaelle in den vergangenen Monaten.

Am Tag der Abreise nach Page (8. April 2005) wollten wir eigentlich noch eine Wandung entlag des Rims machen. Wir fuhren bis zum Parkplatz der Bright Angel Lodge, zogen unsere Wanderschuhe und die Windjacken an und wollten unsere Tour beginnen. Da uns aber ein arg garstiger Wind ins Gesicht wehte, haben wir uns kurzfristig entschlossen, doch gleich in Richtung Page zu starten. Wir haben den Nationalpark ueber den HWY 64 verlassen, nicht ohne einige Male stehen zu bleiben und die diversen Vista Points abzuklappern. Schliesslich hatten wir diesmal auch die Gelegenheit, den Watchtower zu besichtigen.

Der Watchtower wure 1932 gebaut, er diente hauptsaechlich als Observations-station, als Stop fuer die Besucher des Canyons und nicht zuletzt sollte er zu einem besseren Verstaendnis fuer die Indianer und ihr Leben in der Vergangenheit und Gegenwart betragen. Viele der indianischen Malerein im Inneren stammen von Fred Geary, der Zeichnungen und Petroglyps kopierte, die er in Pueblos oder an Waenden im Suedwesten gefunden hatte. Einen Besuch des Watchtowers kann ich jedem empfehlen, der vom Canyon in Richtung Page unterwegs ist.

Einen obligatorischen Stop legten wir an der Trading Post in Cameron ein, nicht nur um zu Tanken. Es fasziniert uns immer, was die Indianer alles an Kunst zu bieten haben und wir haetten auch gerne einiges gekauft. Jedoch waren die ausgewaehlten Stuecke entweder zu gross/unhandlich zu transportieren oder schlicht zu teuer. Wir haben uns dann einen Magnet in Form eines Kokopellis mitgenommen.

Die Fahrt nach Page ist unspektakulaer, wenn man von den vielen Staenden der Indianer absieht, die am Strassenrand Schmuck und Kunst anbieten. Die meisten der Staende waren allerdings verwaist und in schlechten Zustand. Auch die Behausungen sahen aermlich aus, die Autos waren Schrottkisten. Armes Volk!

Nach dem Einchecken im Best Western at Lake Powell (gebucht direkt ueber die Website vom BW, 8 Tage fuer 312 Dollar plus Tax) haben wir uns auf den Weg in den WalMart gemacht um fuer eine Freundin nach einem bestimmten Medikament zu suchen. Wir wurden fuendig und wunderten uns mal wieder ueber die Preise im Vergleich zu old Germany. Und die Pharmakonzerne in Ami-Land leben doch auch, oder? Nach einen Grosseinkauf im Safeway, haben wir es uns im Zimmer bequem gemacht und wie jeden Abend die gemachten Bilder auf unser “Schlepptop” geladen und die Diashow gestartet. Es ist schoen, wenn man sich abends in aller Ruhe nochmal anschauen kann, wo man den Tag verbracht hat. Wir haben eine Savingcard vom Safeway und die lohnt sich auch. Unsere Tochter sagt allerdings: man hat nichts gespart, sondern nur nicht zuviel bezahlt. Womit sie vermutlich recht hat.

Morgen geht es als erstes zum Horseshoe Bend.

Und hier zur Fotogalerie:

unser Zimmer im Best Western Grand Canyon Squire Inn

Dieter bei der Arbeit

Squirell

Bright Angels Trail

Bright Angels Trail

Muli-Gruppe

Blick in den Grand Canyon

Wenn Mulis kommen.....

Der Beweis

die taeglichen Bluemschen

Hermits Rest

Mule XING

Indianischer Zeremonienraum

und hier das restaurierte Original

Eingang in das Museum von Tusayan

Watch-Tower

Im Inneren des Watch-Towers

Malereien im Watch Tower

God of the Clouds

The Little War God

Desert View Drive

HWY 89

Indianerstand

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