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Montag, 21. April 2008

Was für ein Morgen! Die Ladys an der Rezeption kümmern sich um unser Päckchen und siehe da, es ist tatsächlich bei der Post, die aber nicht ans Motel liefert, sondern beim Post Office abgeholt werden muss. Eine der „schlanken“ älteren Mädchen düst los und holt das Päckchen, das Dieters After Shave fürs kommende Jahr enthält.

Das Wetter hat sich offensichtlich gebessert und wir beschliessen, nochmals zum Wedge Overlook zu fahren. Wir verlassen also wieder beim Exit 131 die Interstate 70 und fahren den gleichen Weg wie gestern. Die Brücke über den San Rafael River im Blick ertönt ein freundlichen „Pling“. Da Dieter angeschnallt ist, kann das nur eines bedeuten: Reifendruckwarner zeigt Druckverlust, simpel ausgedrückt Plattfuss. Na super und das auf dieser harmlosen Gravelroad. Wir also raus auf den Campground, Kofferraum ausräumen, Werkzeug raus, Auto aufbocken, Ersatzrad runterlassen, tauschen, Schaden am Reifen anschauen, Werkzeug und Kofferraum einräumen – alles in ca. 25 Minuten.

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Zurück nach Green River finden wir Hal`s Service, dort lassen wir den Reifen reparieren. Allerdings haben wir einen Riss und Gary, der freundliche Mann vom Service meint, dass der Reifen höchstens als Ersatzrad taugt und nicht save ist.

Wedge Overlook und der geplante Reds Canyon Loop sind somit gestrichen. Traurig fahren wir die 24 nach Hanksville und überlegen, was wir tun sollen wegen dem blöden Reifen.

An der Temple Mountain Junction biegen wir auch heute wieder Richtung Goblin Valley ab. Erst wollen wir das auch besuchen, entscheiden aber kurzfristig, den Little Wild Horse Canyon zu besuchen. Eine gute Entscheidung, denn der Canyon ist wirklich sehr schön und eng. Da es aber schon so spät ist, kehren wir nach einer Stunde um und beschliessen, morgen den ganzen Canyon zu gehen.

Weiter geht es nach Hanksville, wo wir im Whispering Sand ein Zimmer beziehen. Das ist wirklich okay, nur das Highspeed Internet reicht nur bis Zimmer 15, wir haben aber 12. Es ist wirklich zum aus der Haut fahren mit dem Internet. Bisher hatten wir nur in Moab wirklich gute Verbindung und auch das Incredimail hat geklappt.  Wir gehen ins Steakhaus zum essen, es hat heute erst wieder geöffnet und die Bedienungen sind eine Katastrophe. Local Beer gibt es auch nicht. Das Essen ist ganz okay. Zurück am WS setze ich mich ins Büro und surfe in den Foren um Tips und Hinweise wegen dem Reifenschaden zu finden. Dann ist irgendwann der Akku leer und ich gehe zurück aufs Zimmer. Klüger bin ich nicht geworden, vielleicht rufe ich morgen Alamo an.

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Dieter überspielt die Fotos, ich tippe den Bericht und dann gehen wir etwas frustriert wegen dem Reifenschaden ins Bett.

 

Gefahrene Kilometer: 309
Übernachtung im Whispering Sands, Hanksville für 77,86 $ pro Nacht

Fotogalerie

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Dienstag, 22. April 2008

Frühstück gibt es bei „Blondie`s“ gegenüber dem Whispering Sands, Discount auch. Es dauert war etwas, bis scrambled eggs,  ham und toast kommen, aber alles ist frisch gemacht. Coffee gibt es für 1,99 bottomless.

Nach dem Frühstück rufe ich Alamo an, wenn wir wollen, sollen wir einen neuen Reifen kaufen, wir bekommen das Geld zurück. Hab ich natürlich nicht schriftlich…..

Dann geht es zum Little Wild Horse Canyon. Die schoene Beschreibung und wie man dorthin kommt gibt es bei Steffen. Und natuerlich gibt es auch am Trailhead einen Plan.
Es sind nicht ganz so viele Autos da wie gestern. Mit uns kommen zwei Fahrzeuge, eines mit fünf jungen Leuten auf der Ladefläche, neben uns ein Jeep mit einem Pärchen und einem Hund. Wir gehen also los, der Canyon ist ein Traum, wir klettern und quetschen uns durch den Slot. Irgend wann öffnet sich der Canyon, wir sind jetzt ganz oben. Weiter geht es zuerst über eine Ebene. Plötzlich eine Kreuzung mit dem Hinweis nach links zum Bell Canyon. Wir sind unsicher, entschliessen uns dann aber Richtung Bell Canyon zu gehen. Leider hab ich den Plan im Auto liegen lassen und Dieter ist ein wenig pisst off. Wir treffen zwei Männer, fragen sie, ob das der richtige Weg ist. Es ist der richtige Weg. Wir begehen jetzt den Jeep-Trail bis ein Hinweisschild nach links in den Canyon weist. Der Bell Canyon ist bei weitem nicht so interessant wie der Little Wild Horse, bietet aber auch einige tricky Stellen zum Überwinden. Nach fünf Stunden sind wir zurück am Trailhead, fast zeitgleich mit dem Pärchen plus Hund und den jungen Leuten mit dem Pick up. Also sind wir doch nicht so langsam in unserem hohen Alter.

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Die anderen fahren ab, wir setzten uns vor EAGLE auf einen Stein und essen unseren verspäteten Lunch. Es ist so ruhig, nur ein kleiner schwarzer Vogel trippelt über das Parking, kommt näher, hüpft wieder weg.

Dann geht es zurück nach Hanksville, am Ortsende entdecken wir einen Tire Shop und halten. Es gibt tatsächlich den gleichen Reifen, nur ist er gebraucht, ca. ein Jahr alt mit 6 mm Profil. Dieter ist aber letztendlich dageben, wir wollen versuchen, einen anderen Dealer aufzutreiben. Was aber misslingt, niemand in der Umgebung hat Goodyear, nicht mal der angeblich gute und grosse Dealer in Loa. Ich rufe wieder Alamo an und bitte um Hilfe bei der Suche nach einem Dealer. Aber auch Alamo findet niemanden in der Nähe. Die letzte Option wäre ein gebrauchter Reifen, es sei dann aber nicht sicher, dass wir das Geld zurück bekommen. Würde von den Leuten in Las Vegas abhängen. Was tun, sprach Zeus? Morgen wollen wir bei Hal`s Service in Green River anrufen, vielleicht hat er ja unseren Reifen vorrätig. Ansonsten werden wir wohl den gebrauchten nehmen, er ist allemal besser als unser geflickter. Er soll 75 $ kosten, schlimmstenfalls bleiben wir auf den Kosten sitzen. Wir werden sehen.

 

Gefahrene Kilometer: 114

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