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Chiricahua

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Saguaro

Chiricahua NM

Arizona-Sonora Desert Museum

Saguaro NP

Unser naechstes Ziel am sechzehnten Tag sollte Tucson sein. Auf dem Weg dahin wollten wir das Chiricahua National Monument besichtigen. Wir fuhren also die I 10 bis Willcox und von dort auf die 186. Nach 36 Meilen erreicht man das National Monument. Vor 27 Millionen Jahren erschuetterte eine vulkanische Eruption das Gebiet um das Chiricahua NM - eintausend mal staerker als die in 1980 stattgefundene Eruption des Mount St. Helen - und bedeckte es mit einer 600 Meter dicken Ascheschicht, die in den folgenden Jahrmillionen versteinerte.
Wind, Eis und Wasser formten dann die Pinnacles, balanced Rocks und Collumns. Vom Visitor Center sind wir hoch bis zum Massai Point gefahren. Von dort kann man “Cochises Head” besonders gut sehen, eine Felsformation, die aussieht wie der liegende Kopf eines Indianers. In den tieferen Lagen des Parks findet man Wuestengrasland, je hoeher man kommt, desto mehr geht die Vegetation in einen dichten Nadelwald ueber. Das Gebiet hat auch unruehmliche Beruemtheit durch die 25 Jahre andauernden Kaempfe zwischen den Chiricahua-Apachen Cochise bzw. Geronimo und den amerikanischen Soldaten erlangt.

Auf dem Weg zurueck zur Interstate machten wir einen Abstecher zum Fort Bowie, besser gesagt, wir wollten es tun. Eine dirt raod fuehrt mehrere Meilen zu einem Parking, von dem man noch ueber eine Meile zu den Ruinen des Forts gehen muss. Dazu hatten wir letztendlich keine Lust, nachdem wir realisierten, dass es dort nur mehr Ruinen gibt. Das Fort wurde Ende des 18. Jahrhunderts errichtet um den beruechtigten Apache-Pass zu schuetzen.

Naechste Station war Tombstone, die alte Westernstadt. Es war heiss und staubig und wir haben uns zwei verschiedene Shows angeschaut. Viele der Haeuser sehen aus wie zu Zeiten von Doc Holliday und Wyatt Earp. Gegruendet wurde die Stadt 1877 weil es dort eine reichhaltige Silbermine gab. In ihrer besten Zeit bewohnten 15.000 Menschen das Staedtchen, heute sind es gerade mal 1.500.
Natuerlich sind wir auch die Reihen des Boothill Graveyard abgeschritten.

Danach wollten wir nur noch nach Tucson. Schon am Anfang sahen wir, dass hier maechtig gebaut wird und die Stadt waechst. Alles war sauber, es gibt keine Halden mit kaputten Autos oder aehnlichen unschoenen Ansichten. Tucson ist die zweitgroesste Stadt nach Phoenix, eine Stadt mit langer Vergangenheit - bereits 12.000 vor Christi siedelten hier Palaeon-Indianer - und auch mit Zukunft. Wenn wir die Wahl haetten in Ami-Land zu wohnen, wir wuerden nach Tucson ziehen. Schoenes Wetter gibt es dort auch immer.

Chiricahua NM

Chiricahua NM

Chiricahua NM

Tombstone

Tombstone

Tomstone

 

gefahrene Meilen: 449

 

Fuer den siebzehnten Tag hatte ich das Arizona-Sonora-Desert-Museum ausgesucht. Ich sagte Dieter nur, dass wir ein Museum besuchen wuerden und er schaute mich skeptisch an. Ein Museum??? Und das einen ganzen Tag lang?? Das konnte er sich so gar nicht vorstellen, aber er wurde eines Besseren belehrt. Dieses Museum ist eine Mischung aus naturhistorischem Museum, Zoo, Aquarium und botanischem Garten. Das Museum wurde 1952 gegruendet und es wundert kaum, dass es jaehrlich eine halbe Million Besucher hat. 12 Dollar kostet der Eintritt pro Person und jeder einzelne Dollar ist es wert. 
Der Weg zum Museum fuehrte uns zuerst durch eine Wohngegend, in der wir sofort ein Haus gekauft haetten. Dann folgte der Aussichtspunkt des Tucson Mountain Park und schliesslich kamen wir zum Museum. Wir verbrachten Stunden im Museum, konnten sogar eine kleine Klapperschlange in freier Wildbahn und auf der Hand eines Mitarbeiters bewundern. Wenn wir nicht noch in den wenige Meilen entfernten
Saguaro Nationalpark gewollt haetten, waeren wir sicher bis zur Schliessung geblieben. Benannt ist der Park nach dem mehrarmigen Saguaro-Kaktus, der eine beeindruckende Hoehe erreichen kann. Nachdem wir das Visitor Center besucht und anschliessend auf einer dirt road durch den Park gefahren sind, stoppten wir an einem Parking um den 1,5 Meilen langen Valley View Overlook-Loop zu erwandern. Leider bluehten die Kakteen noch nicht, aber wir koennen und gut vorstellen, wie wunderbar es dann aussehen muss.
Wie aus der offiziellen Website des Nationalpark Services hervorgeht, ist der 8,5 Meilen lange Cactus Forest Drive durch den Park zwischen Mai und September 2006 wegen Erneuerung der Wege gesperrt. Wir hatten also gerade noch Glueck.

Auf der Rueckfahrt nach Tucson schauten wir auch bei den Old Tucson Studios vorbei. Nun ja, nachdem wir Tombstone gesehen hatten und es nicht so toll gefunden haben, haetten wir uns die Studios auch sparen koennen. Aber das muss jeder selber entscheiden. Das Unterhaltungsangebot reicht von einer Musikrevue im Saloon (die wir uns anschauten), einer Zugfahrt rund um das Studiogelände, zu einem Banküberfall, den wir auch miterlebten. Viele berühmte Filme und Westernserien wurden hier gedreht, z.B. "High Chaparral" und in neuerer Zeit auch "Tombstone", die Filmstars reichten von John Wayne und Kirk Douglas zu Val Kilmer.

Desert Museum

Desert Museum