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el morro

El Malpais

Bandelier NP

TentRocks1

El Morro National Monument

El Malpais NM

Bandelier NP

Kash-Katuwe Tent Rocks

Nach dem Fruehstueck mit Waffles, das wir in der Lobby unseres Best Western zu uns genommen haben, machen wir uns am elften Tag auf den Weg nach Albuquerque. Wir wollen uns auf der Fahrt National Monuments El Morro und El Malpais ansehen.
Wir fahren die I 40 east, ueberqueren mal wieder die Stateline und sind in New Mexico. In Gallup nehmen wir die 602 south bzw. die 53 east Richtung Ramah.
Der 200 Fuss hohe Inscription Rock im El Morro National Monument liegt geographisch auf einer seit Jahrhunderten etablierten Ost-West Achse durch das Gebiet des heutigen New Mexico. Diesem Umstand und einem natürlichen Wasserbecken an seiner Basis verdankt El Morro, dass seit Jahrhunderten alle Arten von Reisenden in seinem Schatten Rast machten oder ihr Nachtlager aufschlugen.
Vor etwa 2.000 Jahren begann das Volk der Anasazi sesshaft zu werden, und im Laufe der Zeit entstanden in diesem Gebiet erste Siedlungen. Die Überreste dieser Siedlungen sind noch heute über den gesamten Südwesten des USA versteut. Auch am Plateu von El Morro National Monument finden sich Überreste von Siedlungen dieser Kultur. Lange bevor Europäer dieses Gebiet erstmals erreichten, hatten bereits die amerikanischen Ureinwohner begonnen, Felszeichnungen (Petroglyphen) im Gebiet des heutigen National Monuments anzufertigen.
Als erstes Zeugnis eines Europäers im El Morro National Monument gilt die Inschrift des spanischen Conquistadores Don Juan de Oñate aus dem Jahr 1605.
Mehr als zwei Jahrhunderte später, im Jahre 1849, besuchten James H. Simpson und Richard Kern im Verlauf einer Armee-Expedition in dieses Gebiet auch Inscription Rock. Sie waren von den bereits damals vorhandenen Inschriften so beeindruckt, dass sie zwei volle Tage damit verbrachten, diese abzuzeichnen und zu archivieren.
Am 8. Dezember 1906 wurde der Inscription Rock und ein ihn umgebendes Gebiet von etwa 1.200 Acres (ca. 486 Hektar) zum National Monument erklärt. Seit dieser Zeit ist es per Bundesgesetz verboten, Inschriften auf Felsen innerhalb des Areals anzubringen”. (Text entnommen aus Wikipedia.org)

Inscription Rock

Petroglyphen

Wasserbasin

Puebloruinen

Nachdem wir in der Mittagshitze den hellgelbem Sandsteinfelsen nach oben geklettert, einen Blick in den Box Canyon geworfen und die Ruinen besucht hatten, ging es weiter zum nur wenige Meilen entfernten El Malpais National Monument. Diese 60 mal 35 Meilen grosse Area entstand durch Vulkaneruptionen. In diesem grossen “Badland” finden sich Lavakrater und lange Stollen. Wir unternahmen einen Hike in der El Calderon Area zu Junction Cave und Double Sinks. Leider hatten wir keine Taschenlampe dabei, so dass wir nicht weit in die Hoehlen eindringen konnten. Sieht schon alles sehr gespenstisch aus.
Nach einem gemuetlichen Picknick fuhren wir weiter zur I 40 und bei Exit 89 auf die 117 um an der anderen Seite des EL Malpais NM entlangzufahren. Wir kamen an der BLM Ranger Station vorbei, die aber um halb fuenf Uhr schon geschlossen war. Den Sandstone Bluffs Overlook wollten wir uns fuer den Schluss aufheben und sind deshalb bis zum La Ventana Natural Arch durchgefahren. Dieser Arch soll der groesste in New Mexico sein und seine Entstehung datiert bis in die Zeit der Dinosaurier zurueck, als der Sandstein sich dort ablagerte. Man erreicht den Bogen nach einer kurzen Wanderung vom Parkplatz aus. Weiter nach Sueden sind wir nicht gefahren, die Zeit sass uns mal wieder im Nacken. Also zurueck zum Sandstone Bluffs Overlook, der bei Einsetzen der Daemmerung geschlossen wird. Man faehrt ca. anderthalb Meilen eine Dirt Road bis zum Parking und hat dann eine fantastische Aussicht ueber die Lavafluesse und die sie umgebende Landschaft.

Junction Cave

El Calderon Area

EL Morro

La Ventana Natural Arch

Sandstone Bluffs Overlook

El Malpais

Im El Morro Visitor Center erstand Dieter mal wieder ein Stofftierchen: einen Weisskopfadler aus der “Wild Republic-Birds”-Serie. Wenn man diese Birdies drueckt, geben sie ihren Schrei von sich. Sinniger Weise wurde er im Hotel mit Budweiser auf den Namen EL MORRO getauft.
Nachdem wir unser La Quinta gefunden hatten und es schon finster wurde, beschlossen wir, den angrenzenden Dennys zu entern und gemuetlich zu Abend zu essen.

gefahrene Meilen: 323

 

Nach dem Fruehstueck beschlossen wir am zwoelften Tag Santa Fe zu besichtigen. Wir wollten den Turquoise Trail (Scenic Byway 14) fahren und kam durch aussergewoehnliche Doerfer. Wir parkten Goldie II in “Golden” und “Madrid” und sahen uns diese ehemaligen Goldgraeberstaedtchen an. Nachdem in den tiefen Minen nichts mehr zu holen war, zogen die Menschen weg. Kuenstler und Kunsthandwerker eroeffneten 1970 Studios, Galerien und Geschaefte in den alten Gebaeuden. Die ehemalige Geisterstadt wurde wiederbelebt. Sogar ein Bergbaumuseum gibt es jetzt. “Cerrillos”, 27 Meilen vor Santa Fee, sieht heute noch so aus wie vor ueber hundert Jahren, es sind die gleichen Adobe Haeuser, die alten Baumwollbaeume, die schmutzigen Strassen, die Bars und die Zugschienen. Wir koennen den Scenic Byway 14 nur empfehlen, landschaftlich und kulturell.

Santa Fe genannt “The City Different” ist die aelteste Hauptstadt der USA mit einer langen Geschichte und einem reichen kulturellen Erbe.  1607 wurde sie von spanischen Eroberern gegruendet und 1846 den Amerikanern ueberlassen. Immer noch prägen die  Adobe-Häuser das Bild der Stadt, unzählige Galerien, Museen, Geschäfte und Restaurants sind zu bestaunen. Teilweise sind die Preise in den Läden jenseits von Gut und Böse und auf die schicken Cowboy-Stiefel für 900 Dollar habe ich dann doch verzichtet. Aber schön sahen sie schon aus....
Am Parking an der East Water Street haben wir uns eine Map mit den Points of Interest geben lassen, anhand der wir die Stadt erkundeten. Wir fanden die Plaza, den Governors-Palace, die St. Francis Cathedrale. Wir haben übrigens auch die Loretto-Chapple besichtigt. Für die angeblich so ausgefallene Treppe “the Miraculous Staircase” haben wir 5 Dollar gelöhnt, eine Investition, die man sich getrost sparen kann. Ansonsten ist die Stadt schon sehenswert, jeder sollte sich aber selber ein Bild machen.
Nachdem unsere Socken vom vielen Laufen qualmten, haben wir uns über die I25 zurück auf den Weg nach Albuquerque gemacht. Ich hatte mir im Internet eine Broschüre ausgedruckt, die den Weg von Old Town durch das historische Viertel nach Downtown beschreibt. Im Hotel besorgten wir uns eine Beschreibung nach Old Town und machten uns hoffnungsvoll auf den Weg. Wenn man sich nicht wirklich für die historischen Hintergründe, die alten Häuser und ihre längst verstorbenen Bewohner interessiert, kann man sich den Weg sparen. Die Plaza mit den Lehmziegelhäusern, in denen Galerien, Kunstgewerbehandlungen und Restaurants beheimatet sind, fanden wir bis auf wenige Besucher ausgestorben vor, die Läden geschlossen. Ein trauriger Anblick, dabei war es erst 18.00 Uhr!! Und die ausgestorbene Civic Plaza in Downtown hat uns auch nicht begeistert. Völlig gefrustet fuhren wir wieder ins Hotel, ein Budweiser und ein (oder waren es sogar zwei?) Canadian Club mussten uns trösten.

Madrid

Madrid

Corrillo

Santa Fe

Santa Fe

Santa Fe

gefahrene Meilen: 146

 

Der dreizehnte Tag führte uns zum Bandelier National Monument und zu den Kasha-Katuwe Tent Rocks. Wir haben Albuquerque über die I 25 in Richtung Norden verlassen und sind 48 Meilen  hinter Santa Fe auf die 285, bei Pojoaque auf die 502 West und dann auf südwärts auf die 4. Vom Parking am Visitor Center führt ein 1,2 Meilen langer Rundweg vorbei an den prähistorischen Ruinen. Das Gebiet war zwischen 1220 und 1550 durch die Anazasi-Indianer besiedelt, die zuerst in natuerlichen Felshoehlen der Tuffsteinwaende wohnten. Spaeter wurden Steinbauten an die Felswaende angelehnt. Das groesste Pueblo war das Tyuonyi, es bestand aus drei abgestuften Stockwerken und enthielt ungefaehr 400 Raeume. Warum die Indianer Mitte des 16.Jahrhunderts das Gebiet verlassen haben, ist unbekannt.
Wir sahen uns die Ausgrabungsstaetten und die  Felshöhlen an, kletterten in die Hohlraeume und bestaunten die Architektur der fruehen Indianer. Die Tuffsteinwaende sahen so ganz anders aus als die Sandsteinfelsen, die wir aus Utah oder Arizona kennen. Als wenn tausende von “Steinbeissern” die Waende zernagt haetten.
Der Park, der 1916 den Status eines National Monuments erhalten hat und der 1932 vom National Park Service uebernommen wurde, wird jaehrlich von unzaehligen Menschen besucht und selbst im April war der Parkplatz so voll, dass wir einige Zeit brauchten und einen freien Platz zu finden.

Nach so viel Kultur wollten wir wieder Natur sehen und fuhren zurueck auf die I 25 Richtung Sueden. Bei Exit 264 verliessen wir die Interstate, kamen auf die 16 westwärts, die nach wenigen Meilen auf die 22 trifft. Vorbei am Cochiti Lake (hier wird der Rio Grande gestaut) faehrt man rechts auf die Tribal Route 92 (266 Serviceroad - nicht zu uebersehen der Wassertank, der wie eine Trommel bemalt ist). Von hier sind es 4,8 Meilen auf einer unpaved road bis zum Eingang des Kasha-Katuwe National Monument. Kasha-Katuwe bedeutet “white cliffs” und wurde erst im Januar 2001 zum National Monument. Wir machten gerade Fotos am Beginn der dirt Road, als sich ein Auto naeherte und ein Indianer ausstieg. Er verlangte 5 Dollar von uns, die Dieter ihm aber nicht geben wollte. Er zeigte uns aber ein “Permit” für den Zugang zu den Kasha-Katuwe Tent Rocks und so bezahlten wir. Trotzdem kam uns das alles etwas komisch vor, es stellte sich aber heraus, dass unser National Parks Pass hier nicht zaehlte (Hologram fehlte, bzw. Golden Eagle Pass erforderlich). Am Parkplatz - es standen hier nur drei Fahrzeuge - mussten wir uns entscheiden, entweder den 1,2 Meilen langen Cave Trail oder den etwas schwierigeren 3 Meilen langen Canyon Trail zu machen. Wir haben beide gemacht. Wer aber nicht so viel Zeit hat, sollte sich für den Canyon Trail entscheiden - einfach toll!! Obwohl es schon nach 17.00 Uhr war, kaempften wir uns bis zur Mesa hoch und wurden nicht enttaeuscht. Auf dem Rueckweg zum Parking kamen uns dann doch noch einige Leute entgegen, auch ein Paar aus Germany.

Bandelier NM

Bandelier NM

Bandelier NM

Kasha-Katuwe

Kashs-Katuwe

Kasha-Katuwe

 

gefahrene Meilen: 253

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